Ammenhaie scheinen mit zwei langen "Hauern" bewaffnet zu sein, jedoch handelt es sich hierbei in Wirklichkeit um ein Bartelpaar an der Schnauze, welche nicht fest, sondern fleischig sind und als Tastorgane dient. Sie besitzen Geschmackssensoren, die dem Ammenhai die Suche nach Beute erleichtern.
Ammenhaie sind nachtaktive Jäger, die vorwiegend Wirbellose, wie z.B. Seeigel, Langusten, Krabben, Kraken, Kalmare, aber auch Knochenfische bevorzugen. Die kleinen kräftigen Zähne und der ebenso kräftige Kiefer dienen zum Knacken der Weichschalentiere. Im Gegensatz zum Weißen Hai packt der Ammenhai jedoch seine Beute ohne sie wieder loszulassen. Typisch für den Ammenhai ist auch das so genannte "Saugfressen", indem er in Spalten oder Geröll versteckte Beutetiere einfach heraussaugt, indem er das Maul aufsetzt und den Schlund schell ausdehnt, sodass ein Sog entsteht.
Ammenhaie werden allgemein als friedliebend bezeichnet und kennen keine Aggressivität. Sie verbringen die meiste Zeit in Ruhestellung auf dem Meeresgrund, um nachts munter zu werden, um auf Beutefang zu gehen. Deshalb sind Ammenhaie auch geeigneter als andere Haie, in Aquarien gehalten zu werden, in Gefangenschaft sind Exemplare bekannt, die 25 Jahre und älter sind. Auf Südseeinseln sollen sie sogar so zutraulich sein, dass sie Kindern als Reittiere dienen und sind wegen ihrer Zutraulichkeit und Friedlichkeit auch sehr bei Tauchtouristen beliebt. Trotz allem sind auch unprovozierte Angriffe auf Menschen bekannt, bei denen sich der Hai an seinem Opfer ausdauernd, wie oben schon erwähnt, festbeißt.
Erkennungsmerkmale
Gelblich braune Färbung.
Großer, flacher Kopf mit Barbeln, kurze Schnauze mit endständigem Maul und sehr kleinen Augen. 2 große Rückenflossen, welche gegen den Schwanz verschoben sind. Sehr langer Schwanz, welcher etwa 1/4 der gesamten Körperlänge ausmachen kann.


